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Review: Fotobuch „Augen auf!“

2017 entschied ich mich zu einem Wechsel meines Arbeitsgebers. Meine Kollegen überraschten mich bei meinem Firmenausstand mit einem wohlüberlegten Abschiedsgeschenk, dem Fotobildband „Augen auf!“. Durch meine allgemeine Verbundenheit zur Marke Leica war dies mehr als ein passendes Geschenk, eine feine Geste, die meinem Fotoherz ein Lächeln einbrachte.

Historie zum Buch: Spätestens im März 1914 hatte Oskar Barnack das erste funktionstüchtige Modell einer Kleinkamera für 35-mm-Kinofilm fertiggestellt. Damit war nicht nur ein neuer Fotoapparat erfunden. Mit der kriegsbedingt erst 1925 eingeführten Leica (= Leitz/Camera) kündigte sich ein Paradigmenwechsel in der Fotografie an. Amateuren und Quereinsteigern wurde mit einer Leica der Zugang zum Lichtbild ermöglicht. Mit diesem technischen Glücksgriff war es gelungen, bislang sperrige Fotoapparate zu minimieren und das Fotografieren in breite Schichten der Bevölkerung zu tragen. Sie provozierte auch eine neue Art des Sehens, einen schnelleren, dynamischen Blick auf das Leben aus neuen Perspektiven. Rechtzeitig zum runden Geburtstag der Kleinbildkamera und erstmals in dieser thematischen Breite bietet der mit etwa 800 Fotografien bebilderte Band eine umfassende Kunst- und Kulturgeschichte der Leica von den 1920er-Jahren bis in unsere Tage. Der Leser begibt sich bei dieser voluminösen Ausgabe quasi auf eine Zeitreise von den Anfängen der Leica Fotografie bis hin in die jüngste Vergangenheit. Die Leica war klein, handlich sowie diskret und stets auf hohem technischen Niveau. Daher haben viele namhafte Fotokünstler und Bildjournalisten in den vergangenen 100 Jahren dieses Instrument benutzt und teilweise Bildgeschichte geschrieben. Kurze Abhandlungen internationaler Autoren beschäftigen sich unter anderem mit der technischen Entwicklung der Leica, ihrem Einfluss auf den modernen Bildjournalismus und nicht zuletzt ihrer Bedeutung für verschiedenste Strömungen innerhalb der fotografischen Szene. Bis heute unveröffentlichte Dokumente aus dem Leica Archiv runden die facettenreiche 100-jährige Kulturgeschichte ab.

Fazit: Ein dicker Wälzer, der sein Geld (ca. 100€) wert ist (auch wenn ich diesmal keinen Cent investieren musste). Der Bildband besticht mit berühmten Aufnahmen nahezu aller namhaften Fotografen von Michael Ackerman über René Burri, Robert Capa, Henri Cartier-Bresson bis Tom Wood. Das Buch wird jeden Fan der Marke Leica und Liebhaber anspruchsvoller Schwarzweißfotografie begeistern.Tolle Fotos aus vielen Jahrzehnten der Fotografie. Ein Buch in dem ich immer wieder gerne blättere.

 

Augen Auf ! – 100 Jahre Leica. Hans-Michael Koetzle (Hrsg.), Kehrer Verlag, Heidelberg 2014, Festeinband mit Banderole, Format 27 x 32 cm, 564 Seiten mit 12 Seiten eingelegtem Beiheft, ca. 1.200 Abbildungen, Text in deutscher Sprache.

 

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